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Franz Roitner

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Taiwan 2018 | Reisetagebuch meiner Rundreise mit 114 Fotos

Reisekarte Taiwan 2018

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11.03.2018: Ankunft in Taipeh

Der Himmel ist tiefblau, die warme Morgensonne kitzelt in der Nase. Ich muss nießen. Gestern wickelte ich mir noch in der Früh einen Schal um den Hals. In Wien war es winterlich kalt. Jetzt stehe ich kurz vor neun Uhr früh vor der Chiang Kai-Shek Memorial Hall. Die Sonne lacht vom Himmel.

Chiang Kai Shek Memorial Hall

Um Punkt 9 Uhr öffnen sich zwei große dunkelbraune Tore und eine Menschenmenge stürmt mit Mobiltelefonen bewaffnet in die Halle. Es ist Zeit für die Wachablöse. Fünf Gardesoldaten jonglieren mit ihren Waffen und zelebrieren das zwei Mal täglich stattfindende Ritual.

Wachablöse Taipeh Taipeh Wachablöse

Auf dem großen Platz sind auch das Nationaltheater und das Eingangsportal imposante Bauwerke.

Nationaltheater Taipeh Eingangsportal

Ich blättere gerne im Guinness Buch der Weltrekorde. Taipei 101 (so heißt der Wolkenkratzer)  war 2004 das höchste Gebäude der Welt. Ich kann mich noch gut an das Foto mit der markanten Architektur in der damaligen Ausgabe erinnern. Jetzt stehe ich vor dem Turm und blicke ehrfürchtig nach oben.

Taipai 101

Den Rang als höchstes Gebäude der Welt hat das Hochhaus schon lange nicht mehr. Die äußere Form beeindruckt mich aber noch immer. Der Personenaufzug schießt in nur 37 Sekunden vom 5. in das 89. Stockwerk und ist derzeit der drittschnellste Aufzug der Welt.

Taipai 101 Besucherterrasse Taipeh Hochhaus

Ich blicke aus 380 Meter auf die Stadt Taipeh hinunter. Zwei Stockwerke höher pfeift der Wind über die offene Besucherterrasse. Hier wird einem bewusst, welchen Kräften das Hochhaus ausgesetzt wird. Wobei der Wind das kleinere Problem für das Gebäude darstellt. Angst müsste der Taipei 101 nur vor Erdbeben oder Taifune haben. Da er aber mit dem größten Schwingungsdämpfer der Welt ausgestattet ist, hat er nichts zu befürchten.

Taipeh bei Nacht

Am Fuße des Taipei 101 gibt es wahrscheinlich die besten Dim Sum der Stadt. Oder der ganze Welt? Durch ein großes Glasfenster beobachte ich flinken Finger der Küchenmannschaft. Jede Teigtasche wird mit großer Fingerfertigkeit und in unglaublicher Schnelligkeit geformt.

Dim Sum Restaurant Dim Sum Köche

Das Zusehen macht Appetit und ich koste mich am Abend durch die verschiedenen Kreationen der Küche.

Dim Sum in Taipeh

12.03.2018: Das Nationalmuseum von Taipeh

Am Stadtrand von Taipeh befindet sich das Nationalmuseum. Ein großer Museumsliebhaber bin ich nicht. Ein kurzer Rundgang genügt mir. Ich fühle mich in den großen Museen dieser Welt nicht sonderlich wohl, oft bin ich von der Fülle der Ausstellungsstücke überfordert.

Nationalmuseum Taipeh

Meine Museumsführerin ist allerdings genial. Ohne groß auszuschweifen bringt sie die Informationen auf den Punkt und zeigt unserer Besuchergruppe die wichtigsten Kunstschätze der Insel. Zum ersten Mal muss ich sagen, dass eine Museumsführung viel zu schnell vergangen ist.

Nationalmuseum Taiwan Taipeh Museum

12.03.2018: Shilin Nachtmarkt in Taipeh

Leuchtreklameschilder in allen Farben mit riesigen Schriftzeichen erhellen die Nacht.

Shilin Nachtmarkt

Es riecht nach frittiertem Öl. Die Speise in der Friteuse kann ich nicht identifizieren. Daneben befindet sich ein Würstelstand mit Hot-Dogs und Würsten, die einer Käsekrainer ähneln.

Nachtmarkt Shilin Taiwan Straßenküche Shilin Nachtmarkt

Weiter rechts riecht es intensiv nach Innereien. Kein Wunder, hier warten Nieren, Leber und Hoden am Spieß darauf, gebraten und gegessen zu werden. Der riesige Tintenfisch sieht appetitlich aus, die Muscheln ebenfalls. Ich war bereits Abendessen und bin leider (oder zum Glück) schon satt.

Delikatessen Taipeh

Am Shilin Nachtmarkt gibt es neben den kulinarischen Genüssen auch viel Ramsch zu kaufen. An pinken Automaten kann man Plüschtiere fischen. Für die Spiellust der Taiwanesen ist also auch gesorgt.

Nachtmarkt in Taipeh Spielautomat Taipeh

13.03.2018: Mit dem THSR Schnellzug in den Süden

Der Hauptbahnhof von Taipeh ist blitzblank. Die Wartenden stellen sich brav und artig hintereinander zwischen zwei gelben Bodenlinien an. Hier wird nicht gedrängelt um in den Zug zu kommen. Pünktlich fährt der Schnellzug nach Taichung ein. Die ergonomisch geformte Lokomotive lässt schon auf große Geschwindigkeiten schließen.

Bahnhof in Taipeh THSR Zug in Taiwan

Mit knapp 300 km/h brausen wir in Richtung Süden. Das Waggoninnere hat Flugzeugatmosphäre, es gibt aber viel Platz.

Sitze im Zug in Taiwan Schnellzug Taiwan

13.03.2018: Mittagspause am Sun Moon Lake

Ich sitze an einem großen runden Tisch und warte auf das Mittagessen. Hinter mir und links von mir trennen mich Glaswände vom Wald. Ein sehr stylisches Restaurant. Die Klimaanlage ist mal wieder zu kalt eingestellt. Ich stoppe gerade noch eine Servierkraft, die gerade beginnt die Jalousien an den Fenstern herunterzulassen. Man hätte dann ja auch gleich mit Ziegeln anstatt mit Glas bauen können.

Restaurant in Taiwan

Die Geschwindigkeit der Lüftung wird reduziert. Die Gastgeber versuchen alles Mögliche um ihre Kunden zufrieden zustellen. Aber eine Klimaanlage ganz ausschalten? Dieser Wunsch stößt in Taiwan auf  Unverständnis. Bestes Service geht nur mit besonders klimatisierten Räumen einher. Das wunderbare Essen lässt die Umstände vergessen. Die vielfältige taiwanesische Küche ist einfach ein Genuss.

Taiwanesisch Essen Essen in Taiwan

Unweit des Restaurants beobachte ich Teepflückerinnen bei ihrer Arbeit. 

Teeplantage in Taiwan

Sie lächeln in die Kamera und lassen sich nicht weiter von einem neugierigen Touristen ablenken.

Teepflückerin in Taiwan Teeernte Taiwan

13.03.2018: Bootsfahrt und Fahrradtour am Sun Moon Lake

Der Sun Moon Lake ist ein Stausee und wichtiges Erholungsgebiet für die Taiwanesen. Entsprechend viele Unterkünfte und Souvenirgeschäfte gibt es hier. Mit einem Ausflugsboot mache ich eine Runde am See.

Bootsfahrt am Sun Moon Lake

Ich sichte vom Boot aus bereits die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die ich morgen besuchen werde. In Taiwan muss alles schnell, schnell gehen und so geht auch der Bootsausflug schnell zu Ende.

Sonne Mond See Taiwan Sun Moon Lake Taiwan

Mit dem eigenen Mietfahrrad geht es umso langsamer weiter. Eine Fahrradstrecke führt rund 30 Kilometer um den ganzen See. Soviel Zeit und Energie habe ich heute nicht mehr. Gemütlich trete ich entlang dem See in die Pedale. Kurze Streckenabschnitte führen auf einem Fahrradsteg direkt über das Gewässer.

Radtour Sun Moon Lake

Der Ausblick von der Dachterrasse meines Hotels für heute Nacht ist fantastisch.

Sonnenuntergang Hotelterrasse Sonne-Mond-See Urlaub

14.03.2018: Am Sonne-Mond See

Die Luft in den Bergen ist klar und sauber. Bei angenehmer Frühlingstemperatur mache ich mich auf den 900 Meter langen Weg zur Ci’en Pagode. Links und rechts des Weges stehen riesige Farne und Bambusbäume. Ich höre Vogelstimmen, die an das Quaken von Fröschen erinnern. Die letzten Stufen sind überwunden und vor mir steht die neunstöckige Ci’en Pagode.

Ci'en Pagode in Taiwan

Zwei Wendeltreppen führen im Inneren des Gebäudes bis ganz nach oben. Ich lehne mich an die Mauer der Pagode und genieße den Ausblick über den Sonne-Mond See.

Pagode Treppe Ausblick Sun Moon Lake

Der Tempel Xuanzang wurde erst 1965 erbaut. Er liegt neben der Hauptstraße und einem der vielen Hotels am Sonne-Mond See. Die Tempelbesucher strömen mit ihren Kameras durch die pompöse Anlage. Der Tempel ist eher ein Ort für Selfies als ein religiöser Treffpunkt.

Tempel Xuanzang

Schnell wird noch ein Räucherstäbchen angezündet und schon eilen die Besucher wieder zu ihren Bussen. Die schöne Lage am See ist etwas besonderes, ich vermisse aber das besondere Tempelflair, und so verschwinde ich auch schnell wieder in meinen Bus.

Xuanzang Tempel Taiwan Tempel Sun Moon Lake

Eine besondere Attraktion für die Taiwanesen ist Sun Moon Lake Ropeway. Die bunten Gondeln des Doppelmayr Lifts pendeln über den Baumwipfeln. Ich wähle eine Kabine mit Glasboden und schon geht es knapp zwei Kilometer durch luftige Höhen.

Sun Moon Lake Ropeway

14.03.2018: Abends in Tainan

Die bunten Leuchtreklameschilder hängen wie Kunstwerke an den Häusern am Straßenrand. Tainan ist die älteste Stadt auf der Insel und mittlerweile zu einer Millionenstadt angewachsen.

Tainan bei Nacht

Gelbe und rote Lampions leuchten den Weg zum Tiangong Tempel. Auf dem Schild am Eingangstor steht: „Make sure you bring your cameras here if you are a devout travel blogger, as there would be plenty to write about“.  Das mache ich gerne.

Lampions Tainan Tiangong Tempel

Die taoistische Tempelanlage liegt mitten in der Stadt und hat sich ein authentisches Flair erhalten. Der Duft von Räucherstäbchen liegt in der Luft. Er mischt sich mit den Gerüchen der vielen frischen Blumen, die den Tempel schmücken und als Opfergaben gebracht werden.

Tempel Tainan Tiangong Tempel Tainan

Zu Fuß gehe ich noch zur Shennong Old Street. Es ist bereits nach 22 Uhr. Viele der kleinen Geschäfte haben bereits geschlossen. Beleuchtete Lampions hängen an manchen Häusern vor den verschlossenen Läden. 

Shennong Old Street

Am Ende der Fußgängerzone verspricht eine bunte beschriftete Kreidetafel das beste Bier der Welt. Daneben steht auf der schmalen Straße ein großer Tisch mit zwei Bänken. Zeit für ein Craft-Beer, Zeit sich die letzten Tage nochmals durch den Kopf gehen zu lassen. Zeit für ein zweites Bier um die Eindrücke von Taiwan zu verarbeiten.

Straßenlokal in Tainan Tainan Bier

15.03.2018: Die historische Stadt Tainan

Der Tainan Konfuzius Tempel wurde 1665 errichtet und war so etwas wie die erste Schule auf der Insel Taiwan. Heutzutage wird hier auch noch gelehrt, nämlich Tai Chi. „Wer Tai Chi Chuan regelmäßig übt, wird stark wie ein Holzfäller, geschmeidig wie ein Kind und gelassen wie ein Weiser“ sagt ein chinesisches Sprichwort. 

Der Meister ist bereits 78 Jahre und erklärt die Philosophie und Grundbewegungen der chinesischen Kampfkunst. Viele Schulklassen sind im Tempel zu Besuch. Sie lernen über die Geschichte ihrer Heimat und so ist der Konfuzius Tempel bis heute ein Ort um zu lernen.

Thai Chi Taiwan Konfuzius Tempel

Ich lerne beim nächsten Besichtigungspunkt, dass die Holländer 1653 in Tainan das Fort Provintia errichtet haben. Zu sehen ist davon fast nichts mehr. Auf dem Gelände stehen jetzt nebeneinander zwei Gebäude, die gemeinsam Chikan-Turm heißen.

Fort Provintia Taiwan Fort Provintia Tainan

Dicke lange Wurzeln kleben wie Tapeten an alten Ziegelmauern. Luftwurzeln streichen mir von oben über den Kopf. Sie hängen wie meterlange Haare von den dicken Ästen, die das alte Dach des Anping Tree House schon weit überragen. Von einer Besucherplattform betrachte ich, wie sich hier die Natur ihren Lebensraum rückerobert und das alte Gebäude über die Jahrzehnte immer mehr verschwinden lässt.

Anping Tree House

Im Viertel um den Anping Kaitai Matsu Temple befindet sich die älteste Straße von Taiwan. Ob das den Tatsachen entspricht, kann ich nicht beurteilen, auf jeden Fall funktioniert die Vermarktung sehr gut. Viele Besucher drängen sich durch die enge Gasse.

Eine große Auswahl an Souvenirs gibt es zu kaufen. Ich spaziere durch die entzückenden Nebengassen mit kleinen Geschäften und Kaffeehäusern. Die kunstvoll bemalten Häuserwände verleihen dem Viertel noch zusätzlich Flair.

Älteste Straße von Taiwan Streetart Taiwan

Im Shui Xian Gong Markt haben nur mehr vereinzelt Stände geöffnet. Ein paar handtellergroße Krabben zappeln auf der grünen Unterlage. Die zusammengebundenen Scheren verhindern die Flucht. Im dunklen überdachten Marktgelände sehe ich weiter hinten noch ein Licht brennen.

Eine Frau zerlegt gerade einen großen Thunfisch. Muscheln und Wasserschnecken liegen in roten runden Plastikbehältern und verharren darauf, gekauft und verspeist zu werden.

Shui Xian Gong Markt in Tainan Thunfisch am Markt in Taiwan

Ein Netz hält lebende Frösche gefangen. Während ich fotografiere, springt ein Frosch in die Höhe und versetzt mir einen ordentlichen Schrecken. Daneben liegen ein mit Blut verschmiertes Holzbrett und ein Schlachtmesser. Andere Frösche haben den Schlachtplatz schon passiert.

Frösche Taiwan Markt

16.03.2018: In der EVA Airways Zentrale in Taoyuan

Dr. Chang Yung-Fa gründete 1989 EVA Airways mit der Vision, eine der sichersten Fluglinie der Welt zu betreiben. Ich darf heute die Zentrale von EVA Airways in Taoyuan besuchen. In einer Ausstellung werden die wichtigsten Themen zur Sicherheit eines Fluges behandelt. In die Ausstellung werden in erster Linie Angehörige von EVA Air MitarbeiterInnen geladen. Die Sorge um das Familienmitglied soll hier gelindert werden.

Eva Air Flight Recorder Eva Air Zentrale in Taiwan

Neben technischen Details über Radar und Turbinen erfahre ich auch, dass der Sauerstoff aus den Masken nur etwa 15 Minuten reicht. Diese Zeit reicht aber locker aus, damit der Pilot das Flugzeug in tiefere Höhen lenkt.

Zum Abschluss der Führung bekomme ich noch einen Tipp auf den Weg. Ich solle mich vor jedem Flug vergewissern, dass sich die Schwimmweste auch tatsächlich unter dem Sitz befindet. Chinesische Passagiere nehmen diese nämlich gerne als Souvenir mit. Trotzdem fühle ich mich weiterhin in einem Flugzeug sicherer als in einem Auto oder Bus.

Eva Air Safety Gallery Eva Air Sauerstoffmaske

In fünf Flugzeugsimulatoren trainieren Piloten regelmäßig diverse Manöver. Es sind alle Simulatoren in Betrieb und so habe ich leider nicht die Möglichkeit einen Start auf einer Boing 777 durchzuführen. Die sündteuren Geräte sind im Dauereinsatz. Safety first, die Piloten sollen auch hier für unsere Sicherheit üben.

Eva Air Flugsimulator

In der Halle daneben steht ein Teil eines Flugzeugs. Junge Stewardessen üben gerade den Sprung über die Wasserrutsche. Wer das Manöver nicht perfekt beherrscht, muss nochmals in die Maschine und solange rutschen bis der Ablauf in Fleisch und Blut über geht.

Eva Air Training Training Stewardessen Eva Air

Das Öffnen der Flugzeugtür wird genauso geübt wie das Verhalten im Brandfall oder bei einer Notwasserung. Es ist hochinteressant, wie viel Zeit, Geld und Energie in die Flugsicherheit investiert wird. Ich könnte noch stundenlang Fragen stellen, die Zeit in der EVA Airways Zentrale ist aber begrenzt und ich bin dankbar, die Möglichkeit für den Besuch gehabt zu haben.

Eva Air Notausstieg Eva Air Flugsicherheit

17.03.2018: Shi-Dong Markt in Taipeh

Die nackten Hühner hängen samt ihren Köpfen und Krallen in Reih und Glied an Metallhaken und schauen in die gleich Richtung. Die in große Würfeln geschnittenen Tofustücke liegen schachbrettartig am Verkaufstisch. 

Hühner Markt Tofu Shi Dong Market

Selbstgemachte Dauerwürste hängen bündelweise lotrecht nach unten. Das Obst liegt schön sortiert in sauberen Holzkosten zum Verkauf bereit. Ordnung muss sein, am Shi-Dong Markt in Taipeh.

Shi Dong Markt

Es ist Samstagvormittag und viele Frauen erledigen die Einkäufe für das Wochenende. Selten zuvor habe ich eine saubere Markthalle gesehen. Die Marktstandler lächeln mir zu. Fast sind sie beleidigt, wenn ich kein Foto von deren Geschäftsfläche mache. So fotografiere ich mich von Stand zu Stand.

Shi Dong Markt Taiwan Shidongmarket

Die Atmosphäre ist ruhig. Ich höre kein lautes Anpreisen von Waren. Ich bin in der Fischabteilung angelangt. Stolz stellt sich der Verkäufer zu seinem Fischberg. Ob all die Lebensmittel heute noch verkauft werden? Muscheln, Garnelen und Tintenfische warten auf ihre Köche. Aus einem Aquarium inspiziert mich eine große Krabbe.

Fisch Markt Taipeh

Ich hinteren Eck der Halle gibt es frischgemachte Nudeln zu kaufen. Der Nudelteig rollt durch die Maschine. Heraus kommen Suppennudeln in verschiedenster Stärke und Länge.

Shi Dong Market Taipeh Frisch gemachte Nudeln

Ich gehe noch eine weitere Runde und dann noch eine Runde durch den Shi-Dong Markt. Immer wieder entdecke ich neue Köstlichkeiten und bekomme Hunger. Ich freue mich schon auf das heutige Abendessen im Pine Zen Garden.

Pin Zen Restaurant Pine Zen Restaurant Taipeh

Das Restaurant soll eines der besten der Stadt sein. Auf alle Fälle war es das beste Abendessen meiner Taiwanreise.

Pine Zen Restaurant Taiwan

18.03.2018: Tempelbesuche in Taipeh

Für den letzten Tag meiner Reise habe ich noch keinen Plan. Mit der U-Bahn MRT fahre ich ins Zentrum von Taipeh. Ich gönne mir eine Waffel und einen Espresso in einem der vielen Coffeeshops.

Coffeeshop Taiwan Espresso Taipeh

Gleich um die Ecke ist ein unscheinbarer Eingang zu einem Tempel. Im Hinterhof des Hauses betrachte ich das aufwendig dekorierte Dach. Eine ältere Frau drückt mir eine Broschüre in die Hand. Ich stehe im Tianhou Temple. 

Tianhou Temple

Unzählige rote Kerzen sind entzündet. In der Mitte steht ein großer Topf mit Räucherstäbchen. Am rechten Eingang zum Tempel befindet sich ein Bankomat und daneben gleich ein Blutdruckmessgerät. Warum nicht einen Tempelbesuch gleich mit den praktischen Erledigungen des Alltags verbinden?

Kerzen Tianhou Tempel Blutdruckmessgerät

Am Tisch vor dem Tempelinnersten liegen Opfergaben der Gläubigen. Dahinter sitzen und beten schwarz gekleidete Frauen. Durch einen Seitengang erreiche ich einen offenen Ofen. Hier wird symbolisches Geld als Opfer verbrannt.

Tianhou Tempel Taipeh

Im Gegensatz zum kleinen Tempel geht es im Longshan Tempel hoch her. Er ist der bekannteste Tempel in Taipeh. Am Straßenrand parken Autobusse und der Tempel hat sogar eine eigene U-Bahnstation.

Longshan Tempel Taiwan

Dementsprechend groß ist das Gedränge im Inneren. Obst und Süßigkeiten liegen auf roten Tellern und stehen als Opfergaben auf diversen Tischen herum. Dazwischen steht der eine oder andere Kaffeebecher.

Longshan Temple Tempel in Taipeh

Ich habe mir gerade vorhin bei 7eleven eine Knabbermischung gekauft. Eine nette Kundin lief mir noch aus dem Geschäft nach und machte mich darauf aufmerksam, dass es derzeit eine 1+1 gratis Aktion gibt. Ich verlasse also den Shop mit zwei Packungen. Der Tempel ist eine gute Gelegenheit den Brezel- und Nüsseüberschuss loszuwerden. Ich schnappe mir einen roten Teller und opfere die zweite Packung.

Opfergaben Opfergabe

Die Erbauer des Longshan-Tempels waren sehr detailverliebt. Erst bei genaueren Beobachtungen entdecke ich die vielen Schnörkel und Verspieltheiten. Beeindruckt bin ich von den Bronzesäulen direkt am Eingang.

Bronzesäule Longshan Tempel

Zum Ausklang des Tages und zum Abschluss meiner Taiwanreise gehe ich an der Dadaocheng Wharf spazieren. Es ist Sonntag, viele Taiwanesen nutzen den Tag um sich am Fluss zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erholen. Mobile Verkaufsstände sorgen für Verpflegung.

Dadaocheng Wharf Taipeh Kaffeestand in Taipeh

Ich gönne mir noch einen letzten Kaffee bevor ich die Abreise antrete.

Dadaocheng Wharf

18.03.2018: Heimflug in der Royal Laurel Business Class von EVA Airways (Werbung)

Noch nie zuvor habe ich mich auf einen Langstreckenflug gefreut. EVA Airways fliegt schon seit 1991 zwischen Wien und Bangkok. Ab sofort nimmt die Fluglinie eine Nonstop-Verbindung zwischen Taipeh und Wien auf. In 12 Stunden brachte mich die Fluglinie auf ihren Erstflug von Wien nach Taiwan. Für den Rückflug werden 13 Stunden 40 Minuten kalkuliert.

Eva Air Check In Royal Laurel Class

Als Reiseblogger hatte ich die Ehre beim Erstflug vor einer Woche dabei zu sein. Ich genoss die lange Anreise in der Royal Laurel Business Class, denn das Service von EVA Airways zählt zu den besten der Welt.

Eva Airways

Müde vom Tag besuche ich vor dem Abflug die Lounge. Nach einer erfrischenden Dusche hole ich mir noch ein Dim Sum vom Buffet. Zwar habe ich noch Hunger, aber ich bin schon auf die Köstlichkeiten im Flugzeug gespannt. So verzichte ich auch auf das Häagen-Dasz Eis.

Eva Air Lounge Eva Air Lounge Dusche

Mit einem Glas Begrüßungssekt stimme ich mich auf den nächtlichen Heimflug ein.

Willkommenssekt Eva Air

Zuerst einmal inspiziere ich meinen Sitzplatz. In einem handgroßen Rimowa Köfferchen finde ich die wichtigsten Utensilien für die Nacht. Hautcreme, Zahnbürste, Socken, Ohrstöpsel und Augenbinde werde ich vielleicht noch benötigen. Thunder Kopfhörer werden für den richtigen Sound beim Filmeschauen oder Musikhören sorgen.

Eva Airways Business Class Kopfhöhrer Eva Air

Das wichtigste ist momentan das Essen. Es ist schon nach Mitternacht und ich genieße alle vier Gänge. Das Service ist wirklich TOP, ich habe das Gefühl, das jeder Fluggast hier seine eigene Stewardess hat.

Royal Laurel Class Essen

Noch ein Gläschen französischen Rotwein und ich zappe durch das Unterhaltungsprogramm. Der Film „Darkest Hour“ hat erst gerade zwei Oscars gewonnen. „Gestern noch in Hollywood, heute schon in der EVA Air“ denke ich mir. Ein grandioser Film!

Unterhaltungsprogramm Eva Air Eva Air Airshow

Mit einem Knopfdruck verwandelt sich mein Sitz in ein 180° flaches Bett. Gute Nacht Taiwan, beim Aufwachen werde ich schon über Europa sein.

Eva Air Business Class

Vielen Dank an EVA Airways und dem Taiwan Tourismusbüro für die Einladung zu dieser Reise.

Eva Airways Empfehlung

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