Reisedoktor

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Franz Roitner

Taiwan: Shilin Nachtmarkt in Taipeh

Leuchtreklameschilder in allen Farben mit riesigen Schriftzeichen erhellen die Nacht.

Shilin Nachtmarkt

Es riecht nach frittiertem Öl. Die Speise in der Friteuse kann ich nicht identifizieren. Daneben befindet sich ein Würstelstand mit Hot-Dogs und Würsten, die einer Käsekrainer ähneln.

Nachtmarkt Shilin Taiwan Straßenküche Shilin Nachtmarkt

Weiter rechts riecht es intensiv nach Innereien. Kein Wunder, hier warten Nieren, Leber und Hoden am Spieß darauf, gebraten und gegessen zu werden. Der riesige Tintenfisch sieht appetitlich aus, die Muscheln ebenfalls. Ich war bereits Abendessen und bin leider (oder zum Glück) schon satt.

Delikatessen Taipeh

Am Shilin Nachtmarkt gibt es neben den kulinarischen Genüssen auch viel Ramsch zu kaufen. An pinken Automaten kann man Plüschtiere fischen. Für die Spiellust der Taiwanesen ist also auch gesorgt.

Nachtmarkt in Taipeh Spielautomat Taipeh

Taiwan: Das Nationalmuseum von Taipeh

Am Stadtrand von Taipeh befindet sich das Nationalmuseum. Ein großer Museumsliebhaber bin ich nicht. Ein kurzer Rundgang genügt mir. Ich fühle mich in den großen Museen dieser Welt nicht sonderlich wohl, oft bin ich von der Fülle der Ausstellungsstücke überfordert.

Nationalmuseum Taipeh

Meine Museumsführerin ist allerdings genial. Ohne groß auszuschweifen bringt sie die Informationen auf den Punkt und zeigt unserer Besuchergruppe die wichtigsten Kunstschätze der Insel. Zum ersten Mal muss ich sagen, dass eine Museumsführung viel zu schnell vergangen ist.

Nationalmuseum Taiwan Taipeh Museum

Taiwan: Ankunft in Taipeh

Der Himmel ist tiefblau, die warme Morgensonne kitzelt in der Nase. Ich muss nießen. Gestern wickelte ich mir noch in der Früh einen Schal um den Hals. In Wien war es winterlich kalt. Jetzt stehe ich kurz vor neun Uhr früh vor der Chiang Kai-Shek Memorial Hall. Die Sonne lacht vom Himmel.

Chiang Kai Shek Memorial Hall

Um Punkt 9 Uhr öffnen sich zwei große dunkelbraune Tore und eine Menschenmenge stürmt mit Mobiltelefonen bewaffnet in die Halle. Es ist Zeit für die Wachablöse. Fünf Gardesoldaten jonglieren mit ihren Waffen und zelebrieren das zwei Mal täglich stattfindende Ritual.

Wachablöse Taipeh Taipeh Wachablöse

Auf dem großen Platz sind auch das Nationaltheater und das Eingangsportal imposante Bauwerke.

Nationaltheater Taipeh Eingangsportal

Ich blättere gerne im Guinness Buch der Weltrekorde. Taipei 101 (so heißt der Woklenkratzer)  war 2004 das höchste Gebäude der Welt. Ich kann mich noch gut an das Foto mit der markanten Architektur in der damaligen Ausgabe erinnern. Jetzt stehe ich vor dem Turm und blicke ehrfürchtig nach oben.

Taipai 101

Den Rang als höchstes Gebäude der Welt hat das Hochhaus schon lange nicht mehr. Die äußere Form beeindruckt mich aber noch immer. Der Personenaufzug schießt in nur 37 Sekunden vom 5. in das 89. Stockwerk und ist derzeit der drittschnellste Aufzug der Welt.

Taipai 101 Besucherterrasse Taipeh Hochhaus

Ich blicke aus 380 Meter auf die Stadt Taipeh hinunter. Zwei Stockwerke höher pfeift der Wind über die offene Besucherterrasse. Hier wird einem bewusst, welchen Kräften das Hochhaus ausgesetzt wird. Wobei der Wind das kleinere Problem für das Gebäude darstellt. Angst müsste der Taipei 101 nur vor Erdbeben oder Taifune haben. Da er aber mit dem größten Schwingungsdämpfer der Welt ausgestattet ist, hat er nichts zu befürchten.

Taipeh bei Nacht

Am Fuße des Taipei 101 gibt es wahrscheinlich die besten Dim Sum der Stadt. Oder der ganze Welt? Durch ein großes Glasfenster beobachte ich flinken Finger der Küchenmannschaft. Jede Teigtasche wird mit großer Fingerfertigkeit und in unglaublicher Schnelligkeit geformt.

Dim Sum Restaurant Dim Sum Köche

Das Zusehen macht Appetit und ich koste mich am Abend durch die verschiedenen Kreationen der Küche.

Dim Sum in Taipeh