Reisedoktor

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Franz Roitner

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Blogbeiträge nach Ländern

Myanmar - Morgenmarkt und Stupas am Inle See

Fünf Uhr früh, die Marktstände, die sich nur etwa 200 Meter vom Hotel entfernt befinden, werden eingerichtet. Die Waren werden entweder mit Langbooten vom Inle See oder mit Mopeds und kleinen Fahrzeugen angeliefert. Frauen mit kunstvoll gedrehter Kopfbedeckung sitzen zwischen den Holzstapeln. Sie verkaufen Brennholz für die kalten Nächte hier oben auf über 1000 Meter Seehöhe.

 Inle See Myanmar    

Auf Plastikplanen zappeln frisch gefangene Fische und schnappen erfolglos nach Wasser. Viel frischer kann ein Fisch nicht ver- oder gekauft werden. Die Händlerinnen rauchen die landestypischen Cheroots, die wie Zigarren aussehen. Fleisch, Blumen, Gemüse und auch Plastikwaren werden gehandelt. Der Langbootparkplatz ist schon voll. Ich setze mich auf den Boden und beobachte das Treiben.

Markt Inle See Raucherin am Inle See

Nach dem Frühstück bin ich wieder mit meinem Guide und dem Langboot am Inle See unterwegs. Heute ist Kultur angesagt. Stupas und Buddhafiguren habe ich eigentlich schon genug gesehen, aber jeder Tag bringt neue Höhepunkte. Über 1.300 Stupas stehen bei der Shwe Inn Dein Pagode dicht aneinander. Manche sind mit Goldfarbe, manche mit weißer Farbe bemalt.

Shwe Inn Dein Pagode

Viele der Stupas sind seit langer Zeit nicht mehr renoviert worden und zerfallen. Oft wachsen Pflanzen und sogar kleine Bäume zwischen den Mauern. Ähnlich den Tempelanlagen um Angkor Wat verschlingt die Natur die bis zu 900 Jahre alten Stupas.

Pagoden Inle See Alte Pagoden Inle See

Ich stehe vor fünf glänzenden Goldklumpen. Männer kleben feinstes Blattgold darauf. Mit dem Mobiltelefon werden Erinnerungsfotos gemacht. Frauen haben keinen Zutritt zu den fünf kleinen Buddhas. In den letzten Jahrzehnten wurde soviel Gold auf die Figuren geklebt, das diese nicht mehr erkennbar sind.

Phaung Daw Oo Pagoda

Bali: Marktbesuch in Ubud

Der Geruch von getrocknetem Fisch liegt in der Luft. Die vielen Marktbesucher wirbeln Staub auf. Ich bleibe auf dem schmalen Gang stehen und fotografiere, werde aber schon im nächsten Augenblick beiseite geschoben. Die alte Frau, die sich an mir vorbeidrückt, geht mir gerade Mal bis zum Bauchnabel. Ein Hund schlängelt sich durch meine Beine. Für einen Markt ist es seltsam ruhig, niemand preist lautstark seine Waren an. Die Käufe gehen fast wortlos von statten. Obst, Gemüse, Fleisch und Blumen wechseln ihre Besitzer.

Bali Markt

Ich werde angelächelt oder ignoriert. Eine Treppe führt mich hinauf in den 1.Stock, wo die Rollläden der kleinen Geschäfte noch geschlossen sind. Von hier aus habe ich einen guten Überblick und beobachte das Treiben unter mir. Es ist Markttag in Ubud, halb sieben Uhr früh. Seit drei Tagen bin ich schon auf Bali. Die ersten Tage habe ich in meinem Guesthouse verbracht und viel gelesen. Der Jetlag macht mir noch immer ordentlich zu schaffen und so bin ich nach einer schlaflosen Nacht heute besonders früh aufgebrochen.

Markt in Ubud, Bali Markt in Ubud

Vor 18 Jahren war ich schon einmal auf Bali. Viel soll sich verändert haben, nicht unbedingt alles zum guten. Die Anzahl der Touristen aus aller Welt und die Zahl der Arbeiter von der Insel Java steigen von Jahr zu Jahr. Starbucks ist auch schon angekommen. Auf den Speisekarten in den Restaurants lese ich zuerst Pizza, Burger und Spaghetti, bevor mir das Nationalgericht Nasi Campur angeboten wird.

Ubud Markt

War es ein Fehler mich hier drei Wochen einzuquartieren? Die Erinnerungen an Ubud sind schön, Bali war ein faszinierender, exotischer Ort. Was ist davon übrig geblieben? Am Markt ist zumindest alles beim alten geblieben.

Obstmarkt Ubud Opfergaben Bali

Das Stadtviertel Miraflores und ein Markt in Lima

Lima, die Hauptstadt von Peru, liegt direkt am Meer. Mein gestriger Landeanflug erfolgte entlang der Küstenlinie und so beschließe ich heute früh die Stadt vom Meer aus zu erkunden. Mein Hotel liegt im Stadtviertel Miraflores, einem modernen Stadtteil von Lima, ab und an entdecke ich noch Ferienhäuser aus einer anderen Epoche. Ein Spaziergang bis zur Küste dauert nur 15 Minuten. Die Stadt liegt etwas erhöht über den Meeresspiegel und es bietet sich mir ein fantastischer Blick über die Steilklippen hinunter zum Meer, wo sich die Surfer im Wasser tummeln.

Peru Lima

Morgen beginnt meine gebuchte Rundreise mit der Reiseagentur Inkatrotter aus der Welt von Trottermundo. Das historische Stadtzentrum ist somit Teil vom Besichtigungsprogramm. Trotzdem nehme ich mir ein Taxi und lasse mich in die Altstadt bringen. Laut Stadtplan gibt es in der Nähe des Hauptplatzes einen großen Markt. Märkte mag ich, also spaziere ich durch die Gassen der Stadt und finde mich bald in einer großen, mehrstöckigen Markthalle wieder.

Markt - Käse - Peru Gemüsemarkt in Lima

Im Erdgeschoß gibt es Fisch und Meeresfrüchte. Die Küste vor Peru ist sehr fischreich und angeblich gibt es in Lima und im Stadtviertel Miraflores hervorragende Fischrestaurants. Ich beschließe, das gleich heute Abend zu testen. Besonders appetitlich finde ich die „Mariscos mixto“, eine fertige Mischung aus Jakobsmuscheln, Garnelen, Tintenfisch und anderen, mir unbekannten, Meeresfrüchten. Selten war ich auf einem fast geruchlosen Fischmarkt, ja, an manchen Ecken riecht es sogar richtig angenehm. Grund dafür sind wohl die Garküchen, die in einem eigenen Teil der Markthalle untergebracht sind. Es riecht nach Suppe. Hätte ich schon Hunger, dann würde ich mich gleich hier auf einen der Plastiksessel setzen und Frisches verkosten.

Markt: Meeresfrüchte Markt in Lima

Neben Fisch gibt es jede Menge Fleisch, Gemüse, Obst, Käse und Kräuter zu kaufen. Was mir auch noch auffällt, es ist für eine Markthalle extrem ruhig. Käufer und Verkäufer kommunizieren fast wortlos miteinander und ich als auffälliger Tourist werde komplett ignoriert. Das hat natürlich eine gute Seite: Ich kann in Ruhe fotografieren.

Lima Fischmarkt

Nach dem Marktbesuch habe ich das schöne Gefühl in Peru angekommen zu sein. Mit peruanischem Bier und frischem Oktopus beende ich meinen Tag und freue mich auf die kommenden zwei Wochen.

Peruanisches Bier Oktopus