Reisedoktor

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Franz Roitner

Der Fischmarkt, früh morgens, in Mutrah, Oman

Genau in dem Moment als ich aus meinem Mietwagen steige, ruft der Muezzin zum Gebet. Es ist halb sechs am Morgen. Erst vor einer Stunde habe ich meinen Mietwagen am Flughafen übernommen und stehe jetzt an der Uferpromenade der Hafenstadt Mutrah, im Sultanat Oman. Mit dem Ruf des Muezzins vom Minarett kehrt langsam Leben in die Stadt ein.

Muthra, Oman

Ich spaziere zum Fischmarkt, wo die ersten Fischer ihre Fänge direkt aus ihren Autos an die Händler am Markt verkaufen. Es wird lautstark diskutiert. Gewichtige Thunfische, Unmengen an Sardinen, tellergroße Calamari und andere Fischarten werden auf Scheibtruhen geladen, zu den Marktständen gebracht und zum Verkauf aufgebreitet.

Fischmarkt Mutrah Thunfisch Verkauf, Oman

„Im Oman fischen, handeln, zerlegen und verkaufen nur echte Omaner die Fische, keine Gastarbeiter wie in anderen Arabischen Ländern“, belehrt mich ein freundlicher Fischverkäufer. Ein älterer Mann winkt mich zu sich und zeigt mir einen Haifisch, den er gerade in Stücke schneidet. Ein Händler bleibt mit seiner Scheibtruhe voll Thunfisch stehen und fragt, ob ich nicht fotografieren will.

Haifisch, Fischmarkt Fischmarkt Oman

Die Atmosphäre ist sehr entspannt und ich fühle mich herzlich willkommen. Mich wundert die Freundlichkeit, denn unweit von hier legen die großen Kreuzfahrtschiffe an. „Mein Schiff“ der TUI ist soeben im Hafen eingelaufen. In Kürze werden hier hunderte Passagiere mit Fotokameras auf Motivsuche gehen. Die Omaner nehmen es gelassen hin.

Fische Mutrah Fischhändler Oman