Reisedoktor

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Franz Roitner

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Die singende Düne Chongorijn Els

Am Fuße einer hohen Bergkette, die von Westen nach Osten verläuft, zieht sich ein helles Band entlang des Flusses. Etwa 180 km lang und 1-3 km breit liegt hier ein Band aus Sanddünen, das durch den starken Wind nach Osten wandert. Der Sand bewegt sich, und zwar ständig.

Nomadenzelte Kinder im Jurtenzelt

Wir machen Halt bei einer dem Fahrer bekannten Nomadenfamilie und ich werde in die Jurte geladen, Die Kinder schauen gerade eine amerikanische DVD. Der Strom kommt aus den Sonnenkollektoren. Wie in allen Jurten steht an der Stirnseite ein kleiner Altar mit Familienfotos. Rund eine Stunde wandere ich auf sandigem Boden und durch das Flusstal zur Sanddüne. Eine Eidechse stellt sich mir in den Weg und dient mir als bereitwilliges Fotomotiv.

Düne Chongorijn Els Eidechse

Der Sand pfeift mir beim Aufstieg auf die Düne Chongorijn Els um die Ohren. Der abrutschende Sand soll ein singendes Geräusch erzeugen, daher der Name „singende Düne“. Ich höre kein Singen, eher ein Sausen. Aber „sausende Düne“ würde sich nicht gut im Reiseführer machen. Am Horizont stehen ein paar Kamele, die über die Dünen ziehen.

Kamele in der Mongolei Sanddüne in der Mongolei