Reisedoktor

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Franz Roitner

Auf der Sonnenroute nach Cusco - Peru

Die „Ruta del Sol“ (Sonnenroute) erstreckt sich von Puno nach Cusco. Auf der Strecke gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Fotostopps.

Hochland Peru - Sonnenroute

Da auf dem Weg nach Cusco viele Touristen unterwegs sind, dürfen zahlreiche Verkaufsstände nicht fehlen. Angeboten werden vor allem Textilien aus Alpaka Wolle. Es empfiehlt sich die Qualität gut zu prüfen, da viele Produkte hier mit günstiger synthetischer Wolle vermischt sind. Wer vorher schon echte weiche Alpaka Wolle zwischen seinen Fingern gespürt hat, merkt gleich den Unterschied.

Straßenstand in Peru Ruta del Sol in Peru

In Raqchi spaziere ich durch die Reste einer alten Tempelanlage, die von den Inkas gebaut wurde.

Raqchi Peru Ruinen Raqchi

In Andahuaylillas steht eine alte Lehmziegelkirche. Von außen wirkt der Bau in dem kleinen Ort eigentlich sehr unscheinbar. Ich betrete den Raum, und es bleibt einem die Luft weg. Es ist leider nicht erlaubt hier zu fotografieren und ich kann den vielen Prunk gar nicht in Worte fassen. Die Kirche wird übrigens auch „Sixtinische Kapelle“, nach  dem berühmten Bau im Vatikan, genannt.

Andahaylillas Kirche Kirche in  Peru

Andenkondore im Canyon de Colca

Wir brechen heute wieder sehr zeitig in der Früh auf um den Canyon de Colca zu besichtigen. Die Fahrt führt durch mehrere Ortschaften. Beeindruckend sind hier vor allem die seit rund 2000 Jahren bewirtschafteten Terrassen, wo Getreide, Kartoffeln und Gemüse kultiviert werden.

Colca Canyon Peru

Die Colca Schlucht ist rund 100 Kilometer lang und misst an der tiefsten Stelle fast 3300 Meter. An den schönsten Aussichtspunkten bieten Frauen Getränke und Souvenirs an. Sie tragen traditionelle Kleidung. Die Tracht sehe ich auch in den Dörfern. Auffällig sind die unterschiedlichen Hutformen, die Auskunft über die Stammesherkunft geben.

Peruanische Tracht Peru Tracht

Bekannt ist die Colca- Schlucht neben ihrer landschaftlichen  Schönheit auch wegen der Andenkondore. Über drei Meter Flügelspannweite erreichen die ausgewachsenen Geier. Sie sind somit die größten flugfähigen Vögel der Welt. Am Cruz del Condor ist die Chance für eine Sichtung besonders groß, eine Garantie einen Kondor zu sehen gibt es natürlich trotzdem nicht.

Anden Condor Peru Curz del Condor

Gespannt steige ich aus unserem Kleinbus. Wir sind nicht die Einzigen hier. Viele Touristen stehen schon am Rande des Tales und starren erwartungsvoll hinunter. Plötzlich taucht ein Kondor wie aus dem nichts empor und gleitet ohne Flügelschläge elegant durch die Luft.Eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt, dass diese Vögel  bis zu 12 Kilogramme schwer werden. Einmal beobachte ich sogar sechs Kondore gleichzeitig.

Colca Canyon Kondor im Colca Canyon

Fahrt in das Andenhochland von Peru

Wir brechen mit dem Bus zeitig auf und kämpfen uns durch den Morgenverkehr der Innenstadt von Arequipa. Bald haben wir den Großstadtdschungel verlassen und fahren in das Andenhochland. Auf dem Weg sehen wir immer wieder Vikunjas, ihre Wolle ist die seltenste, weichste und teuerste der Welt. Ein Pullover aus diesem kostbaren Material soll rund 500 Euro kosten.

Andenhochland von Peru Vikunjas in Peru

Unsere Reiseleiterin Marcia verteilt kleine Päckchen mit Coca-Blättern, die im Mund zerkaut gegen Höhenkrankheit helfen sollen. Wir überqueren heute noch einen Pass mit 4910 Meter Seehöhe. Da nehme ich zur Sicherheit auch gleich mal 5 Blätter und wie ein Wiederkäuer zermalme ich die Blätter im Mund.

Coca Blätter in Peru Hochland von Peru

Die Landschaft ändert sich mit zunehmender Höhe und wir stoppen bei einer Herde von Alpakas und Lamas. Die Besitzer verdienen sich ihr Geld am Straßenrand, denn gegen ein kleines Trinkgeld kann man die mit farbigen Bändern geschmückten Tiere fotografieren. Viele Touristenbusse bleiben stehen. Ich freue mich über die Fotos und die Einheimischen über ihre Einnahmequelle.

Treffen mit einem Lama in Peru

Am Pass angelangt machen wir natürlich wieder einen Fotostopp. Das erste Mal bin ich in solch einer Höhe. Ich bewege mich langsam und bin trotzdem außer Atem.  Ansonsten vertrage ich die Höhe jedoch sehr gut, liegt ja vielleicht wirklich an den vielen Coca-Blättern,  die ich bis hierher zerkaut habe. Zu kaufen gibt´s hier natürlich auch etwas.

Passhöhe in Peru Verkäuferin in Peru

Heute übernachte ich in einer schöner Lodge am Rande von Coporaque. Auf den Besuch der heißen Quellen habe ich keine Lust, lieber spaziere ich durch den Ort. Ich streune über den Ortsplatz und besuche die alte, aus Steinen errichtete,  Kirche. Am Horizont steigt Rauch vom aktiven Vulkan Misti auf. Schön idyllisch ist es hier.

Coporaque Peru Vulkan Misti in Peru