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Franz Roitner

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Das Kloster Amarbayasgalant in der Mongolei

Um 6 Uhr früh krieche ich aus meinem Zelt. Ziemlich kalt war es heute Nacht,  mein Thermometer zeigt mir 5 Grad Celsius. Mich umgibt eine Stille, richtige Stille, man hört keine Nebengeräusche, keine Autos, rein gar nichts. Ein Herde Pferde zieht vorbei.

Camping in der Mongolei

Laut Statistik besitzt jeder Mongole ein Pferd, das sind bei rund 3 Millionen Einwohner 3 Millionen Pferde. Alle Tiere sind mit einem Brandzeichen versehen und gehören einer Familie, aber sie laufen völlig frei herum. Wäre ich ein Pferdeliebhaber, dann wäre ich in der Mongolei genau richtig. Hier ist ein Paradies für Reiter, ich bin es leider oder noch nicht. Der Eindruck der freilaufenden Pferde ist aber fantastisch und der Zeltplatz könnte nicht schöner gelegen sein.

Pferde in der Mongolei

Um 9 Uhr sperrt das Kloster Amarbayasgalant laut Reiseführer auf. Das Tor ist auch tatsächlich offen. Ich spaziere zwischen den alten Gebäuden umher, keine Menschenseele, kein Tourist, kein Mönch ist zu sehen. Die Gebäude sind stark von vielen Vögeln verschmutzt, die unter den Dachbalken sitzen und brüten. Das Holz benötigt dringend einen neuen Anstrich. Das Kloster ist nicht für westliche Touristen auf Hochglanz poliert.  Ich fühle mich sehr wohl hier, Amarbayasgalant wirkt echt und authentisch.

Amarbayasgalant Mongolei Amarbayasgalant

Mein Guide Ona hat in der Zwischenzeit einen Novizen sprichwörtlich aufgeweckt. Er sperrt uns ein paar Gebäude zur Besichtigung auf. In seinem „Manchester United“ Jogginganzug passt er so gar nicht in das Bild eines künftigen, würdigen Mönches. Er gähnt und spuckt unentwegt auf den Boden.

Novize in der Mongolei Kloster in der Mongolei

Am Ende des Besuches verjagen wir gemeinsam noch Rinder aus der Klosteranlage. Das war ein unvergesslicher Klosterbesuch.

Amarbayasgalant Holzdecke Kloster Amarbayasgalant