Reisedoktor

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Franz Roitner

Tangkoko Nationalpark auf Sulawesi

Wir starten heute früh mit einem Motorboot bei starkem Wellengang zum Tangkoko Nationalpark. Nach 20 Minuten legen wir endlich an und mein Guide wartet bereits auf  mich. Gemeinsam geht es auf Entdeckungstour durch den Dschungel. Bereits 20 Minuten später stehe ich mitten in einer Gruppe von ca. 60 Makaken. Die Affen lausen sich gegenseitig, klettern auf die Bäume, springen wieder runter und laufen auf dem Boden weiter. Die Jungtiere spielen und messen ihre Kräfte mit Gleichaltrigen. Die ganze Gruppe streift langsam in Richtung Strand.

Makaken

Hier ist es auch etwas heller als im dichten Wald und das fotografieren der sich schnell bewegenden Makaken ist um einiges einfacher. Die Affen sind an Besucher gewöhnt und lassen sich von mir nicht stören. Nach rund zwei Stunden verlassen wir die Gruppe und wandern weiter.

Makaken Sulawesi Makake im Tangkoko Nationalpark

Mein Guide sucht mit seinem Fernglas die Baumkronen ab und zeigt auf ein braunes Knäuel. Für mich ist das Tier schwer auszumachen, aber nach längerem Hinsehen entdecke ich den Bärenkuskus. Diese Art der Beuteltiere gibt es nur hier auf Sulawesi und erinnert mich an die bekannteren Faultiere. Der Wind weht zeitweise ziemlich heftig und der Kuskus wird in großer Höhe hin- und hergeschaukelt. Mit seinen langen Vorderarmen hängt er festgeklammert in den Baumwipfeln und lässt sich davon nicht wirklich stören.

Bärenkuskus

Die Mittagspause verbringe ich am Strand, wo Jugendliche mit einer Harpune fischen gehen. Der Fang wird gleich am Strand gegrillt.

Kinder beim Fischen Fischfang Sulawesi

Eine weitere Attraktion im Tangkoko Nationalpark ist der Hornvogel. Wir hören ihn von weitem, das heißt mein Guide weiß den Laut zu deuten. Endlich bekomme ich den Vogel an einer lichten Stelle auf einem Ast zu Gesicht.

Hornvogel Sulawesi

Auf dem Rückweg zum Strand, es wird bereits etwas dunkel, leuchtet mein Guide mit einer Taschenlampe andauernd in den Spalt hohler Bäume. Was sollte es noch zu sehen geben? denke ich. Das erste Mal in meinem Leben erblicke ich dann einen Tarsir. Ein nur faustgroßes Tier mit im Vergleich zum Körper riesigen Augen starrt mich an. Man nennt die Tiere auch Koboldmaki. Sie bekommt man nur in der Dämmerung und in der Nacht zu sehen.

Tangkoko Nationalpark Tarsir im Tangkoko Nationalpark

Von Lumuk nach Manado und zum Pulisan Jungle Beach Resort

Auf dem einstündigen Flug von Lumuk nach Manado macht Kapitän Oliver die Routinedurchsage auf Englisch mit typisch deutschem Akzent. In der kleinen Propellermaschine befinden sich nur 20 Passagiere. Ich erkundige mich bei der Stewardess über die Nationalität des Piloten. Oliver kommt aus Zürich und ich wechsle mit ihm beim Aussteigen ein paar Worte. Er fliegt für eine indonesische Fluglinie, weil hier „auf Sicht“ geflogen wird, und das macht ihm mehr Spaß als mit dem Autopiloten.

Luwuk Sulawesi Flugticket Sulawesi

Am späten Nachmittag erreiche ich das Pulisan Jungle Beach Resort. Den letzten Kilometer geht es zu Fuß weiter. Freundlicherweise erwarten mich schon Gepäckträger für diese Strecke. Völlig abgeschieden steht diese kleine Bungalowanlage direkt an einem langen Sandstrand. Von meinem Bungalow  aus sind es nur wenige Meter bis zum Meer.

Pulisan Jungle Beach
Pulisan Beach Resort Pulisan Beach

Von Togian Islands nach Lumuk

Mit einem gecharterten Boot verlasse ich heute Togian Island und fahre in 2,5 Stunden zurück nach Ampana. Mit einem Taxi setze ich die Reise entlang der Küste fort. Ich quere unzählige Palmenplantagen und erreiche am Abend die Stadt Lumuk.

Palmen Sulawesi
Ort auf Sulawesi
Straßenverkehr auf Sulawesi
Nach vier Nächten in dem einfachen Cottage ist das luxuriöse Aston Hotel der ideale Ort um mich wieder auf Vordermann zu bringen.

Aston Hotel Lumuk