Reisedoktor

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Franz Roitner

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Blogbeiträge nach Ländern

Die Umgebung von San Sebastián im Baskenland

Spanien im Juli, da denke ich zuerst an Sonne, Strand und Hitze. Für die meisten Teile des Landes trifft das auch sicherlich zu. An der Nordküste prägt der Atlantik das Wettergeschehen, das heißt, es gibt oft Wolken und kühles Wetter. Das Baskenland bereist man aber auch nicht wegen eines Strandurlaubs. Ein Grund hierher zu kommen ist zum Beispiel der Flysch Geopark.

Flysch Geopark

Ich sitze am Bug eines Ausflugsbootes, das mich die Küste entlang bringt. Hätte man mir bloß ein Bild der Küste gezeigt, hätte ich gewettet die Aufnahme wäre aus Schottland oder Irland. So staune ich über die fantastischen Felsformationen. Ich genieße die ruhige Bootsfahrt und lasse für ein paar Minuten „die Seele baumeln“.

Bootsfahrt im Baskenland Flysch Geopark Bootsfahrt

Meerluft macht bekanntlich hungrig und mein nächster Stopp ist ein typisches „cider house“. Hier wird Apfelmost produziert und natürlich auch getrunken. Die Räumlichkeiten erinnern mich an einen typisch österreichischen Heurigen. „Txotx“ ruft ein Gast vom Nebentisch, alle Tischnachbarn erheben sich, nehmen ihr Glas und gehen in den Cider-Keller. Ein riesiges Holzfass steht neben dem anderen. Der erste Gast öffnet den Zapfhahn in der Höhe von etwa 1,80 Meter und in weitem Bogen schießt der Cider aus dem Fass ins Glas. Ohne den Hahn zu schließen füllt  jeder Gast sein Glas und trinkt genüsslich den vergorenen Apfelsaft. Nach einem Tratsch setzt man sich wieder zurück an den Tisch.

Cider House Cider Fass Baskenland

Zum Essen gibt es in allen Cider Häusern das gleiche Menü: Chorizo, Omelette mit Kabeljau, Kabeljau mit Paprika, Rindersteak und Käse als Dessert. Für das Menü und Cider (so viel man will) zahlt der Gast einen Pauschalpreis. Angeblich verbringen viele Basken einen ganzen Nachmittag in den Cider Häusern.

Cider Menü Baskenland Cider House Menü

2016 wurde San Sebastián zur Kulturhauptstadt Europas gekürt. Von einem Aussichtspunkt habe ich einen schönen Blick über die Stadt. Auffallend sind der breite, gut besuchte Sandstrand und die vielen Boote in der Bucht. Der Blick erinnert mich an Rio de Janeiro, obwohl oder vielleicht weil ich noch nie in Brasilien war.

San Sebastián in Spanien

Auf einen Strandbesuch habe ich keine Lust, obwohl die Temperaturen danach wären. Ich mache mich auf den Weg durch die Altstadt von San Sebastián. Im Gegensatz zu meinem Besuch in Bilbao vor wenigen Tagen ist viel los. Die Massen schieben sich durch die engen Gassen. Schöne Städte ziehen eben viele Menschen an. Trotzdem finde ich ruhige und beschauliche Plätze.

San Sebastián Altstadt San Sebastián Kulturhauptstadt

Puebla, Mexiko wie aus dem Bilderbuch

Wir verlassen heute die Hauptstadt von Mexiko und fahren ostwärts. Nach drei Tagen in Mexico City freue ich mich schon das Land außerhalb der Stadt kennenzulernen. Der Tag beginnt gleich mit einem Highlight. Popocatépetl heißt der über 5400 Meter hohe Vulkan, der Mexiko-Stadt ständig bedroht. Die Millionenstadt ist nur 80 Kilometer entfernt und immer wieder stößt der Popocatépetl Rauch- und Aschewolken aus. Ein Ausbruck hätte fatale Folgen. Nur 18 Kilometer Luftlinie davon entfernt steht der Berg Iztaccihuatl. Beide Gipfel sind mit Schnee bedeckt und bieten mir ein schönes Fotomotiv.

Popocatépetl Vulkane in Mexiko

Beide Vulkane liegen in Sichtweite der Stadt Puebla. Schon bei der Einfahrt in die Innenstadt fallen mir die schönen, zum Teil mit Palmen gesäumten Hausalleen auf. Puebla scheint eine wohlhabende Stadt zu sein. Der Eindruck bestätigt sich, je weiter ich ins Zentrum komme. Vom Hauptplatz ausgehend mache ich einen Rundgang durch die Stadt.

Puebla Strasse Kirche in Puebla

In der Fußgängerzone weiß ich gar nicht ob ich links oder rechts sehen soll. Meine Eindrücke überschlagen sich. Die bunten Hausfassaden sind oft mit Kacheln verziert. Die Bäume schützen mich vor der intensiven Sonnenstrahlen. Auf über 2000 Meter darf man die Sonne nicht unterschätzen und das habe ich gestern am eigenen Leib erfahren.

Puebla in Mexiko

Bei einem Straßenstand bestelle ich mir mein Mittagessen. Mein Spanisch ist nicht besonders gut, aber mit Fingersprache und viel Lachen auf beiden Seiten einigen wir uns auf Chalupas mit Salsa-Sauce und Hühnerfleisch. Das Gericht wird frisch vor mir zubereitet und es schmeckt, und zwar ziemlich lecker.

Straßenküche in Mexiko Mexikanisch Essen

Rundum zufrieden gehe ich noch planlos durch die Gassen und entdecke wunderschöne Innenhöfe, beeindruckende Fassaden und viele Geschäfte mit Antiquitäten und Süßigkeiten. Puebla ist eine Stadt wie aus dem Bilderbuch. Hier werden wohl die Fotos für Mexikos Werbeprospekte und -plakate gemacht. In dieser charmanten Stadt könnte ich noch ein paar Tage bleiben.

Skulptur in Puebla Mexiko - Puebla

Die Altstadt von Nizza

Die Altstadt von Nizza habe ich bereits vom Schlossberg aus gesehen. Heute tauche ich in das Labyrinth der engen Gassen ein. Die Geschäfte und Lokale sind oft mit alten Tafeln und Schildern geschmückt. All das erinnert mich an die Belle Epoque von vor über 100 Jahren, wo sich in Nizza Adelige und Reiche aus aller Welt trafen.

Nizza von oben Schilder in Nizza
Altstadt von Nizza Brunnen in Nizza

Am Markt werden Blumen, Obst, Gemüse und Fisch verkauft.

Blumenmarkt in Nizza Fischmarkt in Nizza
Markt in Nizza Markt in der Altstadt von Nizza

Ich laufe den ganzen Tag durch die Gassen und freue mich über die vielen kleinen Entdeckungen.

Häuser in Nizza Geschäft in Nizza
Nizza Altstadt Restaurant in Nizza