Reisedoktor

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Franz Roitner

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Die Geisterstadt Kolmannskuppe

1908 entdeckte der Eisenbahnarbeiter Zacharias Lewala die ersten Diamanten in Namibia. Es folgte ein regelrechter „Diamantenrausch“ und in Kolmannskuppe lebten bis zu 300 Familien, die meist aus Deutschland kamen.

Kolmannskuppe Geisterstadt Kolmannskuppe

Damals konnte man gutes Geld verdienen. „Man musste sich nur bücken, um die Diamanten aufzuheben“, so lauten viele Erzählungen aus der damaligen Zeit.

Alte Fotos Diamanten Kolmannskuppe

In Kolmannskuppe gab eine eigene Salzwasserentsalzunganlage, ein Schwimmbad, eine Schule und ein Krankenhaus mit fast so vielen Betten wie Einwohner. Das erste Röntgengerät im südlichen Afrika wurde ebenfalls hierher geliefert. In einem riesigen Festsaal wurde Theater gespielt und es wurden regelmäßig Bälle veranstaltet. Auch die Kegelbahn zählte zu einem beliebten Treffpunkt.

Kegelbahn Museum Lüderitz

1914 kamen 20% der Weltdiamantenproduktion aus diesem Gebiet. Der Wüstensand war aber schnell leer geräumt und 1930 wurde der Diamantenabbau eingestellt. Heute spazieren Touristen durch die Geisterstadt. Der Wind füllt die Häuser mit Sand und die Wüste holt sich die Stadt zurück.

Kolmannskuppe Häuser Kolmannskuppe Ghost Town